Stipendium: Danielle Cohen und Omri Dayan aus Israel sind Gäste von Luisa Roth und Jonas Michael, Schüler am Werner-Heisenberg-Gymnasium

Beeindruckt von Park und Fachwerk

© Weinheimer Nachrichten | WEINHEIM | 20.10.2016

Dayan sind israelische Gäste in Weinheim

Weinheim. Den Schlosspark findet Danielle Cohen schlicht und einfach "wow!" Die 16-jährige Schülerin aus Israel lebt in Ramat HaSharon, nahe der Weinheimer Partnerstadt Ramat Gan. Zusammen mit dem gleichaltrigen Omri Dayan schaut sie vom Balkon des Rathauses auf die Parklandschaft. Dieses Grün beeindruckt die beiden israelischen Schüler, aber auch die Fachwerkhäuser in der Altstadt begeistern sie. Eine Woche lang sind sie Gast in den Familien von Luisa Roth (16) und Jonas Michael (17), Schüler der Jahrgangsstufe 12 am Werner-Heisenberg-Gymnasium.

Von Weinheim nach Berlin

Alle vier werden nächstes Wochenende zum zweiten Teil des 13-tägigen Stipendiaten-Programms der Johannes-Rau-Stiftung nach Berlin fahren und ein strammes Kultur- und politisches Bildungsprogramm absolvieren, ehe Danielle und Omri wieder zurückfliegen.

Viele Schulen haben sich wieder für das Stipendiatenprogramm der Stiftung beworben, die nach dem ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau benannt ist. Das Werner-Heisenberg-Gymnasium hatte bei seiner Bewerbung das Plus, dass es schon jahrzehntelang regelmäßig den Austausch von deutschen und israelischen Schülern pflegt, erklärt Peter Essert. Der Religionslehrer hat von Seiten der Schule die Betreuung übernommen und auch einen Empfang im Weinheimer Rathaus arrangiert. Die für Städtepartnerschaften und Austauschprogramme zuständige, persönliche Referentin des Oberbürgermeisters, Gabi Lohrbächer-Gérard, führte gestern die vier Schüler durch das Schloss, bestieg mit ihnen den Turm, erläuterte die Gemäldegalerie mit Porträts der Weinheimer Ehrenbürger und ein altes Gemälde, das die Stadt im Mittelalter zeigt. Nicht unerwähnt ließ sie, dass es sehr beliebt ist, in Weinheim zu heiraten, auch wenn das, wie Luisa Roth bemerkte, im Alter der angehenden Abiturienten noch ein bisschen Zeit hat.

Während sich Danielle Cohen und Omri Dayan ihr Bild von Weinheim machen, hat Jonas Michael bereits sein Bild von Ramat Gan, und das ist so positiv, dass er nach dem Abi nochmal hin möchte. Vergangenen November hat er bei einem Schüleraustausch des Heisenberg-Gymnasiums Land und Leute erstmals kennengelernt und war im Juni nochmal privat für eine Woche hingeflogen. "Die Mentalität der Menschen, ihre offene und unternehmungsfreudige Art hat mir sehr gefallen", sagt er. Außerdem hat ihm das Essen in Israel besonders geschmeckt.

Gabi Lohrbächer-Gérard wurden Falaffel empfohlen, insbesondere die scharfe Variante, sagte Danielle Cohen. "Die Sonnenbrille sollten sie auf keinen Fall vergessen", riet Jonas Michael.

Die persönliche Referentin des Oberbürgermeisters ist also bestens beraten, wenn sie am Wochenende für eine Woche einen Schüleraustausch des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Ramat Gan begleitet. Aber das ist dann eine andere Geschichte. dra