"Zauberlehrlinge" ins Leben entlassen
WEINHEIM, 27.06.2016 WNOZ
Weinheim. "Wichtig ist es uns nicht, eine Sinuskurve dritten Grades oder eine Integralfunktion bestimmen zu können, wichtig ist uns, dass wir gelernt haben, uns selbst und unsere Stärken und Schwächen einzuschätzen." Diese Botschaft stellten Lisa Amend und Cornelius Baumann in ihrer Abiturientenrede am Samstagabend in der Stadthalle in den Mittelpunkt.

Dem Anlass der Verabschiedung der WHG-Abiturienten angemessen, war die Stadthalle festlich geschmückt - auf jedem der Tische, die den kompletten Saal füllten, stand ein fünfarmiger Kerzenständer. Auf der Bühne hatten die 113 Abiturienten im Rampenlicht Platz genommen, der Rest des Saals, vorgesehen für die Verwandtschaft, war abgedunkelt. Die dadurch erzeugte Atmosphäre erinnerte fast ein wenig an die der Zauberschule Hogwarts aus der Welt von Harry Potter. Ganz im Sinne des Abimottos: "Habi Potter - 12 Jahre durchgemuggelt". Dazu passte es, dass das WHG-Orchester unter Leitung von Teresa Freund "Highlights from Harry Potter" spielte. Und auch Schulleiter Gerald Kiefer machte seinem filmischen Gegenstück Albus Dumbledore alle Ehre. "Wenn es uns gelingt, tolerante junge Menschen mit dem Abitur ins Leben zu entlassen, dann haben wir ein wichtiges Erziehungsziel erreicht", so Kiefer. Die Voraussetzungen, etwas aus dem Leben zu machen, seien gut wie nie, aber auch der gesellschaftliche Druck, die Chance zu nutzen, sei nie größer gewesen. Kiefers Rat: "Fragt, wenn euch etwas bewegt. Verharrt nicht desinteressiert oder erstarrt nicht passiv vor vermeintlich Selbstverständlichem oder scheinbar Unausweichlichem."

Axel Zöller, Sprecher der Eltern, beglückwünschte sowohl die Schüler zu ihrer "super Leistung", als auch die Schule zur "Kundenzufriedenheit". Zöller: "Das Werner-Heisenberg-Gymnasium war und ist akzeptiert bei den Schülern", - die nach Ausgabe der Zeugnisse und der Preisverleihung die Regie des Abends übernahmen. Es folgten Tanz, Akrobatik, Musik, Sketche sowie ein Abifilm - kurzum: Es war spät in der Nacht, als die Lichter in der Stadthalle erloschen. nil