Vernissage 2016

WEINHEIMER WOCHE - 19. Mai 2016 - Nr.20
Ausstellung des WHG-Neigungskurs Kunst: Zum Abschluss die Krönung
(ih). Zwei Jahre haben die Schüler des Neigungskurses Kunst des Werner-Heisenberg-Gymnasiums gearbeitet. Nun haben sie das Abitur fast in der Tasche. Und dürfen obendrein ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren.
Bereits zum vierten Mal werden in der Galerie der Volksbank die Werke eines Abschlussjahrgangs mit Schwerpunkt Kunst ausgestellt. Das Fach „Bildende Kunst", so die Kursleiterin Anke Krause, unterscheide sich von den anderen Fächern, da man sich nicht nur mit Künstlern, Themen, Farben, Techniken, sondern auch intensiv mit sich selbst beschäftigt und dadurch auch viel von sich selbst preisgibt.
Innere Wirklichkeiten und Beziehungen Passenderweise spielte gleich bei mehreren der offiziellen Schwerpunktthemen die Selbstbetrachtung eine große Rolle. Da gab es das Thema „Innere Wirklichkeiten", bei dem äußerst unterschiedliche beeindruckende Werke entstanden sind. Die Schüler arbeiteten hierfür mit Acrylfarbe und Spachtelmasse. Eine Schülerin präsentiert ein am Computer entstandenes Bild, bei dem jeder Pixel von Hand gesetzt wurde. In einem anderen Projekt haben die Schüler zuerst sich selbst wie sie sind und dann nach einer Verwandlung fotografiert. Bei wieder einem anderen sich mit Hilfe von Photoshop mit Vorbildern auseinandergesetzt. Pappmache Figuren, die um das Treppenhaus gruppiert sind und
die man im ersten Moment fast übersieht, beschäftigen sich mit dem Thema „Interaktion". Hier treten immer zwei Personen in Beziehung zueinander, die aber kein Paar sein müssen.
Ende des gemeinsamen Wegs Manche der Schüler hat Frau Krause bereits seit der fünften Klasse begleitet. An einer Säule kann man die Werke der aufstrebenden Künstler aus früheren Zeiten, genauer: der sechs-ten Klasse, bewundern. Mit dem Abitur fast in der Tasche ist diese Ausstellung nun die Krönung und der Lohn für die Arbeit der letzten beiden Jahre, die nicht immer einfach war. So erzählen die Schüler, die die Einführung in die ausgestell-ten Arbeiten selbst übernehmen, von Zeitdruck und drohenden Nervenzusammenbrüchen, wenn man in vier Stunden einen Tonkopf zustande bringen muss. Auch das Vorbereiten der Ausstellung war nicht immer nur Zuckerschlecken. Und Anke Krause blickt mit Stolz auf ihre Abgänger, lobt ihr Engagement und ihr Durchhaltevermögen. Am Ende ist nun neben den vielen Einzelkunstwerken mit der Ausstellung ein echtes Gemeinschaftswerk entstanden - auch über die Grenzen des Kurses hinaus. Umrahmt wurde die Vernissage beispielsweise von Auftritten des Neigungskurses Musik und unterstützt von der Technik-AG. Nach getaner Arbeit können die Künstler nun hoffentlich die Beachtung und die positive Resonanz der Öffentlichkeit genießen.