Die Neuerfindung des Superlativs

Joseph Musical

Weinheimer Woche März 2016

„Schulaufführungen kennt man. Schauspiel, Musikkonzerte, alles schon dagewesen. Auch Musicals stehen durchaus hier und da auf dem Programm. Aber nicht das. Nicht das, was das Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) bei seiner Aufführung von „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat" zeigte. Chapeau, Chapeau. Das, was die Beteiligten zeigten, war für eine Schulaufführung wohl einmalig. Nicht nur wegen einer gewaltigen Technik, die dank 40-Tonner in die Stadthalle verfrachtet wurde …. Da zog kalter Nebel über die Bühne während Spots Gitterstäbe illustrierten. Gold bis glitzerbunt erleuchtete Lauflichter auf der Bühne sowie integriert in das Gerüst des Bühnenbilds, sorgten für ein Blitzlichtgewitter, wenn Orchester und Gesang anschwollen. Es war ein fulminanter Besitz technischer Möglichkeiten. Doch haben ist nur eins. Es braucht auch das Talent, das alles zu bedienen. Dafür stand die Technik-AG unter Leitung von Simon Maier und Günter Ochs.“ Das Lampenfieber der Premiere verging bereits bei der zweiten Aufführung „ ... auch bei den Musikern. An seine Stelle traten Ruhe, Harmonien und sanfte Untermalung der Szenerie unter dem Dirigentenstab von Silke Winkler. Manchmal war es leicht zu vergessen, dass hier neben einigen Mitgliedern des Kollegiums die Schülerinnen und Schüler selbst für die fein ausgefeilte Musik verantwortlich waren. So richtete sich der Blick des Publikums auf die Inszenierung unter der Regie von Christian Maul, in der die Akteure in liebevollen Details den Bibelstoff ins Heute holten.“… „Drei Aufführungen. Dreimal ausverkauftes Haus in der Stadthalle. Dreimal stehende Ovationen für eine Leistung, vor der man wahrlich nur den Hut ziehen kann. Am Ende, als Kanonen buntschillerndes Konfetti auf Bühne und Zuschauer feuert, ist klar: Das, was das Werner-Heisenberg-Gymnasium an diesen Tagen auf die Beine stellte, das war mehr als das, was man von einer Schulaufführung erwarten kann.“
Mehr im PDF.