Bunter Baum mit Bär, Ball und Brille

Werner-Heisenberg-Gymnasium: Schüler des Neigungskurses Kunst gestalten Wand an Garage gegenüber des Bürgerparks

Weinheimer Nachrichten vom 31.07.2015

Sich an Wänden zu verewigen und auf diese Weise sozusagen Kunst im öffentichen Raum zu hinterlassen, hat am Werner-Heisenberg-Gymnasium Tradition. Davon zeugen Kunstwerke in der Aula und im Schulhof, die zumeist in Gemeinschaftsarbeit entstanden und von der Kreativität zeugen, die der Unterricht bei den Beteiligten hervorruft und fördert.
Jüngstes Beispiel ist wieder eine Wandmalerei. Sie entstand am vergangenen Dienstag auf der Garagenwand gegenüber der Kindertagesstätte Bürgerpark. Schüler aus der Kursstufe 1 des Neigungskurses im Fach Kunst von Lehrerin Anke Krause realisierten sie und hatten sich zuvor Gedanken über das Werk gemacht.
Leuchtende Farben
Dabei spielte auch die Umgebung des Kunstwerkes eine entscheidende Rolle für die Themenfindung. Im Bürgerpark begegneten sich über Jahre hinweg die Generationen. Hier hatte früher der Stadtseniorenrat Weinheim sein Domizil, und die lauten Stimmen der Kindertagesstättenkinder prägten ebenso das Gebiet wie der Pausenlärm vom Hof des Heisenberg-Gymnasiums.

Kunstprojekt 2015

Gute Laune macht das Wandbild, das Schüler des Neigungskurses Kunst am Werner-Heisenberg-Gymnasium diese Woche an einer Garagenwand beim Bürgerpark realisierten.

Bunte Farben prägen jetzt die Garagenwand, deren Leuchtkraft ebenso zum Wahlbefinden des Betrachters beitragen wie die Darstellungen. Der große Baum, der im Zentrum der Wandmalerei steht, markiert das Thema Wachstum und den Lebenskreislauf, der sich hier ja im Miteinander von Kleinkindern, Kindern, Jugendlichen und Senioren zeigte. An dem kunterbunten Baum wachsen Schnuller, ein Ball, ein Teddybär und viele andere Dinge. Schön; dass auch eine Friedenstaube in seinem Geäst Platz genommen hat.
Kunstverständige werden beim Anblick des Gemeinschaftswerks vielleicht an Bilder von Miro denken. Auf jeden Fall hatte der Entwurf auch die Mitarbeiter im Rathaus überzeugt, denn die Stadt gab dem Antrag des Heisenberg-Gymnasiums zur Wandgestaltung statt; wohl auch vor dem Hintergrund, dass die Wand bislang immer wieder durch Schmierereien verunstaltet worden, war.
Einen ähnlichen positiven Nebeneffekt erzielten vor vielen Jahren Schüler der Hans-Freudenberg- Schule, die zusammen mit Künstler Horst Busse die nördliche Unterführung am Weinheimer Hauptbahnhof gestalteten und mit ihren Bildern erreichten, dass die wilden Graffiti-Aktionen weniger wurden.
dra