Schock-Plakate rütteln wach

Werner-Heisenberg-Gymnasium: Gewinner bei DAK-Wettbewerb „Bunt statt Biau" für hervorragende Entwürfe zum Thema Komasaufen ausgezeichnet

Weinheimer Nachrichten vom 11.Juli 2015

Ihre Bilder sind cool, krass und provokant: Mehr als 17.000 Jungen und Mädchen haben sich im März und April am bundesweiten DAK-Wettbewerb „Bunt statt Blau" gegen das Komasaufen beteiligt. In Weinheim hat für diese Aktion Oberbürgermeister Heiner Bernhard die Schirmherrschaft übernommen. In der Jury für die Gewinner der Region saß Bildhauer Martin Hintenlang aus Abtsteinach, der unter anderem die Bronzeskulptur von „Bas Greth und Vetter Philp" auf dem Windeckplatz in Weinheim entworfen hat.
Die besten Plakate in Weinheim kamen von den Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasiums. Die ersten drei Plätze belegten Schülerinnen aus der Klasse von Kunstlehrerin Anke Krause. Ganz oben auf Platz I steht die Gemeinschaftsarbeit von Sophie Sauer und Liv Brunner, die mit dem bekannten Weinheimer Motiv „Blick von der Burgruine Windeck" gearbeitet und so zusätzlich einen regionalen Bezug hergestellt haben.
Auf Platz 2 kam die Arbeit von Amelie Rhein und Ann-Sophie Haiber. Sebastian Stein zeigte auf dem 3. Platz seine künsderischen und kreativen Fähigkeiten. Ermöglicht haben diesen Erfolg erst der leitende Direktor des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, Gerald Kiefer, und Kunstlehrerin Anke Krause, die ihre Schüler tatkräftig bei der Aktion unterstützt und gefördert haben.

Bunt statt blau 2015

Originelle Ideen entwickelten Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums bei einem bundesweiten Plakatwettbewerb zum Thema Komasaufen. Drei Arbeiten landeten in Weinheim auf den ersten Plätzen. Die Preisträger wurden jetzt ausgezeichnet.

„Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch sprechen die Bilder der Jugendlichen eine deutiche Sprache", sagt DAK-Chef Ulrich Fath. „Wenn so ein buntes Schock-Plakat im Schulunterricht entsteht, bringt das mehr als viele Info-Flyer oder Vorträge." In den vergangenen Wochen haben mehr als 800 Schulen das Thema Alkohol auf den Stundenplan gesetzt. Hintergrund: 2013 landeten in Baden-Württemberg fast 3200 Kinder und Jugendliche mit ener Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Daher gewinnt es immer mehr an Bedeutung, die Kinder schon im frühen Alter über Alkohol und deren Folgen aufzuklären.
Während der regelmäßige Alkoholkonsum insgesamt zurückgeht, ist der Anteil derjenigen, die zu bestimmten Anlässen größere Mengen Alkohol konsumieren, immer noch besorgniserregend hoch. In einer aktuellen DAK-Studie erklärten 42,6 Prozent der 10- bis 17-jährigen Schüler, dass sie sich im vergangenen Monat am Rauschtrinken beteiligt haben, also in kurzer Zeit mindestens fünf Gläser Bier, Wein oder Schnaps getrunken haben.