Abschied eines emotionalen Jahrgangs

Die 122 Absolventen des Werner-Heisenberg-Gymnasiums feiern in der Stadthalle einen rauschenden Ball / Karen Schmitt erreicht Traumnote 1,0

Weinheimer Nachrichten vom 30. Juni 2015

Kulturelle Bildung als Schlüssel zur Welt, das war die Botschaft, die die Abiturienten des Werner-Heisenberg-Gymnasiums bei ihrer Abschlussfeier in der Stadthalle mit auf den Weg bekamen. Besonders stolz ist die Schule auf diese B¬lanz: Insgesamt wurden 23 Preise an besonders diejenigen Schüler überreicht, die einen Notendurchschnitt von 1,5 und besser vorweisen konnten. Von den 122 Abiturienten des Gymnasiums konnten insgesamt 38 Schüler ein Ergebnis mit einer Eins vor dem Komma erzielen.
Den Scheffelpreis als Auszeichnung für besonders gute Leistungen im Fach Deutsch konnte die Jahrgangsbeste Karen Schmitt in Empfang nehmen, die mit einem Notendurchschnitt von 1,0 brillierte.
Sebastian Dallinger erhielt für sein außergewöhnlich hohes soziales Engagement, er ist unter anderem im Jugendgemeinderat aktiv, den Heisenberg-Preis, der nicht jedes Jahr vergeben wird.
Besonderer Zusammenhalt
Schüler Arif Temür sagte über den Abiturjahrgang 2015: „Besonders war, dass wir eine Gemeinschaft waren. Wir hatten etwas, das uns zusammenhält. Zusammen haben wir gebetet, dass jeder durchkommt, und hinterher haben wir gemeinsam gefeiert und auch getrauert." So flimmert auch über im Verlauf des Abends eingeblendete Kursfotos die Aufschrift: „The importance of trust and friendship".
Zu Beginn hatte der stellvertretende Schulleiter, Hans Schröder, die Abiturienten mit ihrem Motto, „Supermabio", begrüßt: Die „Spielkinder" hätten nun ihren vierten Level erreicht. Die Sprecherin der Eltern, Astrid Schauder, pflichtete dem später bei: „Supermabio - Mission completed!" Den Verdienst rechnete sie den Schülern selbst hoch an, aber auch vielen Helfern, unter anderem den Eltern und den 22 Arbeitsgemeinschaften des Werner-Heisenberg-Gymnasiums: „Sie haben einen besonderen Stellenwert in unserem Schulleben." Das dürfte im Sinn des Schulleiters Gerald Kiefer gewesen sein, der in se¬ner Rede einen nachdenklichen Ton anschlug: „Wir sind keine Apparate. ,Und nun funktioniert mal gut', das ist nicht der Wunsch, mit dem ich euch entlassen werde. Ich wünsche euch viel mehr, nämlich, dass euer Leben gelingen möge."
Wie Schule darauf vorbereiten, dies beeinflussen könne? Das beantwortete Gerald Kiefer mit der Macht kultureller Bildung: „Kulturelle Bildung befähigt zur Teilnahme am künstlerisch kulturellen Geschehen unserer Gesellschaft, sie regt das Wahrnehmungs- und Ausdrucksvermögen an und macht uns empfänglich für das Ästhetische und Schöne." Und: „Kulturelle Bildung öffnet dem Menschen die Welt."
Dass dies nicht nur Topos der Abschiedsworte an die Abiturienten, sondern Leitthema von acht Jahren Wemer-Heisenberg-Gym-nasium war, zeigten die weiteren Programmpunkte des feierlichen Abends: Der Chor begrüßte den voll besetzten Saal mit „Vois sur ton chemin" musikalisch unter Leitung von Silke Winkler, die Jazzband ließ die Gläser der Gäste mit Herbie Hancocks „Canaloupe Island" klirren, auf das Trapez schwang sich Celine Kantimm und gesangliche Höhen erklommen Rebecca Raitz, Alexander Schmidt, Sabrina Kurz und Enxhi Vorpsi.