Viele fanden das Abi gar nicht so stressig

Heisenberggymnasium feierte seinen Abiball - 122 Absolventen

Rhein-Neckar-Zeitung vom 29. Juni 2015

Weinheim. Lange mussten die Abiturienten des Weinheimer Werner-Heisenberg-Gymnasiums auf ihre Abschlüsse warten. Nicht nur während der Wochen seit der letzten Prüfung, sondern auch am Abend der Zeugnisausgabe, beim Abiball am Freitagabend in der Stadthalle. Zunächst galt es hier, verschiedenen Reden zu lauschen, etwa der von Schulleiter Gerald Kiefer. Das Grußwort der Eltern überbrachte Astrid Schauder, und die Abiturientenrede hielten Renée Löwer und Leon Walther.
Zwischendurch präsentierten einige Musik AGs der Schule ihr Können, etwa der Neigungskurs Musik, der das Stück „Sunrise, Sunset" aus dem Musical Ana tevka vortrug. Ein für den Abend passendes Stück, geht es darin doch darum, wie Kinder zu Erwachsenen werden.
Auch die Ausgabe der Zeugnisse durch Schulleiter Gerald Kiefer zog sich hin: Schließlich galt es, 122 Abiturienten zu ihrem erfolgreichen Schulabschluss zu gratulieren. Und dann gab es noch jede Menge Preise zu verleihen und die Schüler mit einer Abinote von 1,5 und besser auszuzeichnen. Über deren große Zahl war selbst Kiefer überrascht. Gleich 23 Schüler und damit fast ein Fünftel der Abiturienten hatten eine derart starke Leistung vollbracht. Mit Karen Schmitt konnte eine Schülerin sogar den Traumdurchschnitt von 1,0 erzielen. Den offiziellen Teil beschloss die Jazzband des Gymnasiums mit Herbie Hancocks „Canaloupe Island", woraufhin man zum inoffiziellen Teil des Abends überging - mit Männer-Ballett oder Vorführungen am Trapez -, ehe Filmaufnahmen von Studienfahrten und der Abifilm an vergangene Jahre erinnerten.
Das Warten auf ihr Abschlusszeugnis konnten die Abiturienten nach all den Anstrengungen der vergangenen Wochen gut verkraften. „Beides war aushaltbar", meinte Leonie Kreis, auch Sebastian Dallinger nahm es recht locker: „Beim Abitur wusste man wenigstens, was auf einen zukommt." Die Prüfungen empfand Max Boeckle als „nicht so stressig", und für Franka Kreis war manches Fach im Abitur leichter; manches etwas schwerer als sonst zu bewältigen.
Was in den kommenden Jahren auf sie zukommt? Da sind sich die vier Abiturienten noch sich ganz sicher. „Erst einmal Pause und dann für einen Studienplatz für Physik bewerben", nannte Sebastian Daliinger seine Ziele für die nächsten Monate. Der Beginn eines Studiums war auch für Franka Kreis vorrangig, wogegen Leonie Kreis sich Reisen oder ein Freiwilliges Soziales Jahr für die nächste Zeit vorstellen kann bevor sie sich für einen Studienplatz in Mathematik bewerben will.
In der Region bleiben will Max Boeckle - und vor dem Studium möglicherweise ebenfalls ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten.