Auch auf Bundesebene erfolgreich

Schülerzeitung „Schiffsschraube" belegt zweiten Platz beim Sonderpreis des Bundesfamilienministeriums / Einladung nach Berlin

Weinheimer Nachrichten vom 6. März 2015

Die Redaktion der Schülerzeitung des Weinheimer Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG) kommt aus dem Feiern gar nicht mehr heraus: Ende 2014 wurde die „Schiffsschraube" als eine der fünf besten Schülerzeitungen Baden-Württembergs ausgezeichnet (wir berichteten). Jetzt sahnte die Redaktion auch auf Bundesebene einen Preis ab.
Zwar reichte es nicht ganz fürs Podium der drei besten Schülerzeitungen an deutschen Gymnasien, aber dafür belegte die „Schiffsschraube" den zweiten Platz beim Sonderpreis „Einsatz für eine bessere Gesellschaft", den das Bundesmi¬nisterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergibt.
„Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet", sagte Cornelius Baumann, Chefredakteur der „Schiffsschraube" im Gespräch mit unserer Zeitung. Schließlich hätten insgesamt 1900 Schülerzeitungen aus ganz Deutschland bei dem Wettbe¬werb mitgemacht. Die besten fünf aus jedem Bundesland wurden dann von der Jury in Potsdam unter die Lupe genommen.
Bei der heutigen Redaktionskonferenz wird dieser Erfolg gebührend gefeiert. Doch damit nicht genug:

Redaktionssitzung

Die Redaktion der „Schiffsschraube" hat allen Grund zum Feiern. Die Schülerzeitung des Weinheimer Werner-Heisenberg-Gymnasiums belegte jetzt auf Bundesebene den zweiten Platz beim Sonderpreis des Bundesfamilienministeriums.

Die Redaktion wurde vom 17. bis 19. Juni zur Preisverleihung im Bundesrat und zum Schülerzeitungskongress nach Berlin eingeladen. „Eure Zeitung hat die Jury auf ganzer Linie überzeugt und ihr gehört nun zu den besten Schülerzeitungen", heißt es in der Einladung des Vereins Jugendpresse Deutschland, der mit dem Satz endet: „Wir sehen uns in Berlin."
Die „Schiffsschraube" hatte sich an dem Wettbewerb mit ihrer Ausgabe vom Juli 2014 beteiligt, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Homosexualität beschäftigte. Unter dem Titel „Alles, was das Herz begehrt" erklärte die Redaktion, welche sexuellen Orientierungen es gibt, machte sich Gedanken, warum „schwul" immer noch als Schimpfwort verwendet wird, und veröffentlichte den anonymen Bericht einer lesbischen Schülerin, die sich mit den vielen Vorurteilen kritisch auseinandersetzte.
Das überzeugte die Jury, die auf Einladung der Jugendpresse und der Bundesländer in Potsdam tagte. Zwei Tage brüteten Journalisten, Schüler, Vertreter der Länder sowie der Sonderpreisstifter über den eingereichten Schülerzeitungen.
Wie aus einer Pressemitteilung der Jugendpresse hervorgeht, wurden dann bei der Jurysitzung im Landtag Brandenburg insgesamt 32 Redaktionen aus ganz Deutschland als Preisträger ermittelt. Preise wurden in sechs Schulkategorien
(Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Förderschule, berufliche Schulen) vergeben. Sechs Sonderpreise honorierten Schülerzeitungen mit hervorragenden themenspezifischen Beiträgen und bestimmten journalistischen Stilformen.
Bundesratspräsident Volker Bouffier (Ministerpräsident des Landes Hessen) wird die jungen Redakteure am 19. Juni bei der feierlichen Preisverleihung im Bundesrat in Berlin auszeichnen. Am Vortag findet der Schülerzeitungskongress statt, bei dem sich die prämierten Redaktionen in Workshops fortbilden und vernetzen können.