Wo Mathe und Physik Gestalt annehmen

WHG hat Bildungspartnerschaft mit der Goldbeck Süd GmbH in Hirschberg geschlossen

Weinheimer Nachrichten vom 14.02.2015

Hirschberg/Weinheim. Wofür werden komplizierte mathematische Formeln benötigt? Welche Rolle spielt Physik am Bau? Diese und weitere praxisorientierte Fragen werden Schülern der ersten und zweiten Stufen des Wirtschaftskurses am Werner-Heisenberg-Gymnasium demnächst von Ingenieuren und anderen Fachleuten der Goldbeck Süd GmbH beantwortet. Die kommen im Rahmen einer Bildungspartnerschaft in den Unterricht und laden Schüler zu Rundgängen durch das Systemzentrum der Firma ein.

Partnerschaft mit Goldbeck 2015

Begeisterter Schulleiter
Beim Gang durch die Ausstellung war am Dienstag im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung auch Schulleiter Gerald Kiefer begeistert. "Im Unterricht zeigen wir den Schülern Modelle. Hier aber können sie vor dem Baumodul einer Lagerhalle im Maßstab 1:1 stehen", sagte er. Auf den Bau von Bürogebäuden, Logistikstätten oder Parkhäuser ist Goldbeck unter anderem spezialisiert. In den Fächern Naturwissenschaft und Technik kann der Austausch zwischen Planern und Baufachleuten mit Oberstufenschülern Theorie und Praxis miteinander vereinbaren. Danach haben Schüler eher einen Eindruck, welche Aufgaben und Anforderungen nach einem Ingenieur-Studiengang oder einer anderen Fachausbildung an sie gestellt werden. "Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Firmen werden immer beliebter", sagte Iris Wolf von der IHK. 430 Partnerschaften gibt es inzwischen, und auch die zwischen Goldbeck und dem Heisenberg-Gymnasium hat sie in Gesprächen und vertraglich vorbereitet.

Dritte Bildungspartnerschaft
Für das Werner-Heisenberg-Gymnasium ist es bereits die dritte Bildungspartnerschaft. "Das Zusammenspiel mit der AOK Rhein-Neckar und dem ABB-Trainingscenter in Heidelberg funktioniert bereits", sagte Schulleiter Kiefer, der mit Schülern und Lehrern zur Vertragsunterzeichnung nach Hirschberg gefahren war. Schulsprecher Axel Scheckenbach und seine Stellvertreterin Betül Mengilli schauten sich in der riesigen Halle des System Zentrums um. Cornelius Baumann und Yutaka Makabe von der Schülerzeitung machten sich Notizen und zeichneten die Reden auf, unter anderem von Goldbeck-Geschäftsführer Georg Steinweg, der klar feststellte: "Wir sind auch im Sinne unserer Nachwuchsförderung sehr daran interessiert, Schülerinnen und Schüler auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten. "Die Lehrer Markus Hammer, Tobias Naber, Elke Stoll und Monika Schulz waren ebenso wie der stellvertretende Schulleiter des Heisenberg-Gymnasiums, Hans Schröder, interessierte Besucher von Goldbeck. Der Bogen in die Praxis kann ab sofort in den Fächerschwerpunkten "Natur und Technik" und "Wirtschaft" gespannt werden. dra
Artikel vom: 14.02.2015