Schon eigene Handschriften

Kammermusikabend am Werner-Heisenberg-Gymnasium bietet Vielfalt und Klasse

Weinheimer Nachrichten vom 15. November 2014

Kammerkonzert 2014Es gibt auch im Bereich der Schulmusik zwei Interpretationsstufen. Erstaunlich ist bereits, wenn sich Schüler eine gute Technik erarbeitet haben und komplexe Stücke beherrschen. Noch erstaunlicher ist es hingegen, wenn sie über das saubere Handwerk hinaus bereits eine eigene Handschrift, ein eigenes Verständnis für das Werk hören lassen. Hanna Wendel aus der 10. Klasse und Robert Einig aus der 8. Klasse hatten beim Kammermusikabend des Werner-Heisenberg-Gymnasiums am Donnerstagabend diese Gabe und boten „ihren" Chopin und Schubert dar.
Vor einem schlichten, aber wirkungsvollen Bühnenbild mit stilisierten Herbstblättern, für das Anke Krause und die Klasse 9c gesorgt hatten, ging ein zweistündiges Konzertprogramm über die Bühne, das viele Stilformen bot und verschiedene Musikepochen beleuchtete. Dazu sorgten Pascal Preisigke, Günter Ochs und Simon Maier für wechselndes Licht in warmen Farben sowie einen guten Ton, von dem vor allem drei Gesangssolistinnen profitierten. Celia Hinrichs hauchte erst als „Lady of the Lake" Franz Schuberts „Ave Maria", ehe sie zu Paula Leuthners konzentrierter Harfenbegleitung und Maria Stoica-Floreas Klavierbeigabe in „A Thousand Years" von Davis Hodges die Macht der Liebe modern besang. Dass man sich über einen Liebhaber auch vortrefflich lustig machen kann bewies Daria Fischer mit gut geschulter Sopranstimme in der berühmten Arie der Adele „Mein Herr Marquis" aus der Strauss-Operette „Die Fledermaus", wobei sie mimisch ebenso ausdrucksvoll agierte. Dritte Gesangssolistin des Abends war Lena Schaden. Kaum zu glauben, welch kraftvolle Stimme in diesem zarten Persönchen steckt. Bei „Almost Is Never Enough" ließ sie auch viel Timbre hören.
Das Kammermusik-Konzert bot auch den Klang verschiedenster Instrumente.....
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