Paris als Ort der musikalischen Begegnung

Chöre und Streichensemble besuchen die beiden Traditionsschulen Lamartine und Paul Bert

Weinheimer Nachrichten vom 14.03.2013

Zum wiederholten Mal waren 50 Schülerinnen und Schüler der WHG-Chöre und des Streicherensembles mit ihren Musiklehrern Wilfried Althammer, Juliane Oberst und Silke Winkler vom 18.2. bis 22.2. zu Gast bei Schülern der beiden Pariser Traditionsschulen Lamartine und Paul Bert.

Freude an der Musik verbindet junge Franzosen und Deutsche

Erfolgreiches Gastspiel: Chöre und Streichensemble bei dem Konzert im Festsaal des Rathauses im 14. Pariser Arrondissement


Im Mittelpunkt der musikalischen Begegnung stand die Aufführung der „Zigeunerlieder“ von
Johannes Brahms und von „Notre Père“ des noch lebenden Komponisten Pierre Thilloy. Beide Werke wurden von Wilfried Althammer für die Streicherensembles arrangiert.
Die Vorbereitung auf französischer Seite erfolgte durch die beiden Musiklehrerinnen
Brigitte Durand und Dominique Haloua, die an diesen Collèges Chöre und Orchester leiten.
Bei der Zusammenführung der beiden gut vorbereiteten Chöre und des Orchesters in mehreren Proben erlebten die jungen Musiker, wie gemeinsames Arbeiten am selben Werk zu einer beeindruckenden Gesamtleistung führen und über die Sprachgrenzen hinweg zu einem gemeinsamen, ganz besonderen Erlebnis werden kann. Im Festsaal des Rathauses des 14. Arrondissements begeisterten sie mit ihrer schwungvollen Interpretation der „Zigeunerlieder“ unter der Leitung von Juliane Oberst das zahlreiche Publikum. Chor und Orchester wirkten einfühlsam zusammen und beeindruckten bei der Aufführung von „Notre Père“ unter der Leitung von Brigitte Durand mit ihrem expressiven Vortrag. Die jungen Sängerinnen und Sänger konnten spüren, wie sie wechselweise von den in ihrer Muttersprache Singenden mitgetragen wurden.
Als zusätzliche musikalische Botschafterinnen des WHG bereicherten die Solistinnen Hanna Wendel (Klavier), Charlotte Gutzler und Anna Vollweiter (beide Querflöte) das Konzert. In Begleitung von Silke Winkler (Klavier) erfreuten sie das Pariser Publikum mit Stücken von Chopin, Danzi und Kuhlau.

Darüber hinaus wurden diese Tage in Paris durch die Spaziergänge zu großartigen Sehenswürdigkeit der Stadt unter der Führung der begleitenden Französischlehrerinnen Claudia Freund und Frauke Wunder zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Besondere Eindrücke bleiben vom Besuch der Sainte-Chapelle und von Notre-Dame, wo die neuen Glocken anlässlich des Jubiläumsjahres der Grundsteinlegung zu bestauen waren, aber auch der Eiffelturm und Montmartre mit Sacré-Coeur und die Besichtigung des Schlosses von Versailles begeisterten die Schüler.
Der Abschied von den „Corres“ und ihren gastgebenden Familien war geprägt von der Freude auf ein baldiges Wiedersehen in Weinheim, das schon in der sich anschließenden Woche erfolgte und die Teilnahme der französischen Schüler an den beiden Jahreskonzerten des WHG ermöglichte. Die französischen Schülerinnen und Schüler hatten darüber hinaus Gelegenheit Heidelberg und Mannheim bei Ausflügen und Weinheim mit ihren Gastfamilien kennen zu lernen. So ist gerade angesichts des 50. Jahrestages der Begründung der deutsch-französischen Freundschaft erfahrbar geworden, wie sehr jede Generation ihren Beitrag leisten muss, damit durch freundschaftliche Begegnungen das Verständnis füreinander und der gegenseitigen Respekt vertieft und weitergeführt werden.