Cool, krass, provokant und vor allem bunt statt blau

Schüler gewinnen DAK-Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch

Weinheimer Nachrichten vom 29. Juli 2011

Bunt statt blau

Ihre Bilder sind cool, krass und provokant: Mehr als 12 000 Jugendliche beteiligten sich im Frühjahr am bundesweiten Wettbewerb der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) „bunt statt blau“ gegen das „Komasaufen“.
Die Schirmherrschaft für diese Aktion hat in Weinheim Oberbürgermeister Heiner Bernhard übernommen. Nun stehen die Sieger fest. Die besten Plakate in Weinheim kamen von den Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasiums. Die ersten drei Plätze belegten Schülerinnen aus der Klasse 9d: Ganz oben auf Platz 1 steht Jessie Lutz, dicht gefolgt von Victoria Noack mit Platz 2. Auch Fee Gölitz bewies auf dem dritten Platz ihre künstlerischen und kreativen Fähigkeiten. Victor Abadia schaffte es in Baden-Württemberg sogar in die „Top Ten“ und belegte den neunten Platz.
Stark für diese Aktion machte sich auch Kunstlehrerin Anke Krause, die ihre Schüler tatkräftig bei der Aktion unterstützte. „Wir freuen uns alle über den Erfolg unserer jungen Künstler und sind stolz darauf, diese Schüler an unserer Schule zu haben", betonte Schulleiter Gerald Kiefer bei der Ehrung durch die DAK und hob die große Bereitschaft in seinem Kollegium hervor, Schüler zur Teilnahme an Wettbewerben zu ermutigen und sie bei der Durchführung der Projekte zu begleiten.
An dem Wettbewerb haben sich rund 800 Schulen im Bundesland beteiligt.
„Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch sprechen die Bilder der Jugendlichen eine deutliche Sprache“, sagte der Leiter der DAK-Weinheim, Ulrich Fath. „Wenn so ein buntes Schock-Plakat im Schulunterricht entsteht, bringt das mehr als viele Flyer oder Vorträge.“
In den vergangenen Wochen stand bei über 800 Schulen das Thema Alkohol auf dem Stundenplan. Hintergrund: 2009 landeten knapp 26 500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus, was einen neuen Höchststand bedeutet.
Daher, so die DAK, sei es notwendig, Kinder schon im frühen Alter über Alkohol und deren Folgen aufzuklären.