Aphrodite und Zeus sagen Ade

Weinheim, WNOZ 07.07.2017
Werner-Heisenberg-Gymnasium: Verabschiedung der 106 Abiturienten in der Weinheimer Stadthalle

Weinheim. Größenwahnsinnig sind sie ganz sicher nicht, die 106 Abiturienten am Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) Weinheim. Sie, die sie nach acht Jahren Schulzeit die Allgemeine Hochschulreife erfolgreich absolviert haben, nennen sich lieber "Götter" und verlassen das Gymnasium - "den Olymp" - mit dem Motto "Abikropolis." Vergleiche zur antiken griechischen Mythologie mitsamt ihrer Götter und sagenhaften Orte waren in den Reden am Abend des Abiballs in der Weinheimer Stadthalle daher an der Tagesordnung.

So ließ es sich Oberstufenberater Marcus Hammer nicht nehmen, die rausgeputzten Schüler ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Ob sie wirklich Götter seien, so der für seinen originellen und sarkastischen Humor bekannte Mathe- und Physiklehrer, müsste man doch mal unter die Lupe nehmen. Also untersuchte er den Vergleich zu den griechischen Göttern auf seinen Wahrheitsgehalt und kam zu dem Ergebnis: Götter sind ebenso Vorbilder, wie sie Narren sind. Und jeder der 106 Jugendlichen weise auf seine Art die Tugend von mindestens einem legendären Gott im Olymp auf.

Auch die Elternvertreter Britta Müller und Thomas Schwiderke zogen den Vergleich zu Hera, Hermes und Co. und überbrachten die Glückwünsche seitens der Eltern. Dem "Faktencheck" hielten die Abiturienten ebenfalls ihrer Meinung nach stand.

So auch bei dem Auftritt einiger Absolventen als "Musen" in der Jazz-Band des WHG - sie legten mit "Red Clay" und "Mamma knows best" einen musikalischen Auftritt unter der Leitung von Silke Winkler hin, die Michael Maurer vertrat.

Für Schulleiter Martin Schmitt war es die erste Abiturrede. Schmitt bekundete das Lob an die Abgänger im Namen des gesamten Kollegiums und wurde nachdenklich, als er aus dem Nähkästchen plauderte und auf seinen eigenen Abschluss vor 25 Jahren zurückblickte: "An was werdet ihr euch erinnern?", regte Schmitt die Schüler zum Nachdenken an. Sichere Erinnerungen werden die unvergesslichen Erlebnisse während der Schulzeit sein, die Schmitt kurz anriss und sich dann verabschiedete: "Macht?s gut und passt auf euch auf."

Alida Frenzel als Aphrodite und Jonas Michael als Zeus dankten den Lehrern, Eltern ("Halbgöttern") und den Tutoren ("Orakel") im Namen der Schüler. Nach dem Überreichen der Zeugnisse wurden die Abiturpreise vergeben und der inoffizielle Teil des Abends mit Männerballett, Lehrersketch und Abifilm eingeläutet. lim