Bestnote für das Heisenberg (Tag der offenen Tür)

Weinheimer Nachrichten, 26.03.2017

Tag der offenen Tür

Weinheim. Eine Eins mit zwei Sternchen – die bekommt nicht nur der junge Raffaele für seinen Vortrag von Goethes „Der Zauberlehrling“. Die gesamte Schulgemeinde des Werner-Heisenberg-Gymnasiums hat sich die Bestnote für ihren Tag der offenen Tür verdient. Denn das Ziel, einen Eindruck vom breit gefächerten Angebot der Schule zu bekommen, wurde weit übertroffen.
Der stellvertretende Schulleiter Martin Schmitt sprach zum Auftakt des langersehnten Tages ein paar Worte zur Begrüßung. Dann ging es aber auch schon in rasantem Tempo los mit zahlreichen musikalischen Beiträgen auf der neu eingerichteten „Kulturbühne“ in der Aula.
In verschiedensten Konstellationen konnten sich die Besucher davon überzeugen, dass das Gymnasium so Einiges an musikalischem Talent zu bieten hat. Drei Stunden klangvolles Programm von Jazz über Pop bis Klassik wurden geboten. Aber nicht nur die Schüler begeisterten mit Gesang, Blas-, Streich- sowie Tasteninstrumenten. Auch einige Lehrer formierten sich zu diversen Gruppierungen und lieferten ausgewachsene Jam-Sessions. Denn Lehrer Konrad Fink, der größtenteils die Moderation übernommen hatte, betonte stets lässig, man habe gestern mal spontan mit dem Proben begonnen.
Die Theater-AG bot einen kleinen „Appetizer“ und führte vorab zwei Szenen aus Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ auf. Im Mai wagen sie nämlich den großen Sprung auf die Bühne der Burg Windeck. Karten für die vier Termine können ab dem 2. Mai in der Buchhandlung Beltz erworben werden. Es besteht sogar Möglichkeit, an einem kombinierten Eventdinner teilzunehmen.
Als die Schüler der Big Band anschließend die Bühne eroberten, wurde es plötzlich ganz eng in der Aula. Angesichts der Begeisterung für deren Jazz-Klänge lud Fink daher vorab zu einem gemeinsamen Konzert mit der „Little Big Band“ am 1. Juni in die Alte Druckerei ein. Ausnahmetalent Céline Erdösi ließ den musikalischen Teil des Tages mit Klavier und Gesang ausklingen.
Dann war es aber auch schon höchste Zeit, sich durch die mit Waffelduft und zahlreichen Besuchern gefüllten Gänge zu schlendern. Vorbei an einem überwältigenden Angebot an internationalen Köstlichkeiten ging es in die Sporthalle. Dort wartete ein eineinhalbstündiges Sportprogramm, durch das Matthias Harbarth führte. Denn die Umbaupausen zwischen den einzelnen Attraktionen wollten charmant überbrückt werden.
Nun reihte sich ein Höhepunkt an den nächsten und die Zuschauer kamen zeitweise gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Bodenakrobatik und Menschenpyramiden wechselten sich mit Übungen am schwingenden Trapez ab. Sportlehrer Günter Ochs sei dies aber noch nicht Herausforderung genug gewesen und so freue er sich nun auch, mit Anna Vollweiter und Lotte Höver eine Performance am vertikalen Tuch präsentieren zu können, die für viel Applaus sorgte.
Viel mehr als „nur“ Unterricht
Mit Laura Malchow und Hannah Hug waren sogar zwei badische Meisterinnen im Kunstradfahren anwesend und präsentierten Ausschnitte aus ihrer preisgekrönten Performance. Die fünften Klassen zeigten zudem bei „Ropeskipping“ und „Scooter“ – Seilspringen und Tretroller fahren – Elemente aus ihrem Unterricht. Als Abschluss des Sportprogramms trugen Schüler der Akrobatik-AG ihre Lehrerin Helke Kölmel jubelnd und unter viel Applaus durch den Saal.
Wer sich nicht für die zahlreichen Programmpunkte im musikalischen und sportlichen Schwerpunktbereich begeistern konnte, der wurde aber sicherlich an anderer Stelle fündig. Denn sämtliche Klassen hatten in ihren Räumen etwas Besonderes für diesen Tag organisiert. Und viel Informationen für künftige Sextanereltern gab es ja auch.
Harbarth verabschiedete schließlich die Besucher. Er hoffe, dass man von der Veranstaltung mitgenommen habe, dass der Mensch am Heisenberg-Gymnasium im Mittelpunkt stehe. Denn Schule sei so viel mehr als nur die Vermittlung von Schulstoff. mib

26.03.2017  TdoT 01
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