Mit Musik Grenzen überwunden

Weinheimer Nachrichten vom 10.03.2010

Heisenberg-Gymnasium: Bigband begeistert in Israel / Pflege der Partnerschaft mit Ramat Gan / Musikalischer Gegenbesuch im Sommer

WEINHEIM. Die Mitglieder der Bigband des Werner-Heisenberg-Gymnasiums waren sich einig, dass es mehr als lohnenswert war, eine Woche in Israel zu verbringen. Auf Einladung des in Weinheims Partnerstadt Ramat Gan angesiedelten und nach „Schmuel Gogol" benannten Mundharmonikaorchesters verbrachten 19 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte eine faszinierende Woche im Heiligen Land, spielten zwei Konzerte in Ramat Gan und Jerusalem, erlebten faszinierende musikalische Begegnungen mit israelischen Jugendlichen und lernten die unvergleichliche Vielfalt des Landes kennen.

Viel Programm
Angeregt durch den deutschen Aktivposten der Städtepartnerschaft, Albrecht Lohrbächer, finanziell großzügig unterstützt von der Dietmar Hopp-Stiftung und bestens vorbereitet und begleitet vom ehemaligen Heisenberger und Israelexperten Johannes Riegger, flog die Band unter Leitung von Uli Kammerer von Frankfurt nach Tel Aviv. Dort wurde sie von einem tollen israelischen Team empfangen, das für die Dauer des Aufenthaltes ein umfangreiches und vielfältiges Programm vorbereitet hatte. Schnell wurden Freundschaften geschlossen. So standen von Ramat Gan aus nicht nur die Erkundung der Mittelmeermetropole Tel Aviv auf dem Programm, sondern auch Ausflüge nach Nazareth, in die Kreuzfahrerstadt Akko und nicht zuletzt (begünstigt durch tolles Wetter) an die Badestrände Tel Avivs.

Konzert im Russell-Center
Höhepunkte aber waren die musikalischen Begegnungen mit israelischen Schülern der Blich High School von Ramat Gan und dem weltbekannten Mundharmonikaorchester „Schmuel Gogol", mit dem zusammen ein bestens besuchtes Doppelkonzert im Russell-Center in Ramat Gan veranstaltet wurde. Hier wurde die Weinheimer Delegation herzlich vom Oberbürgermeister Ramat Gans, Zvi Bar, begrüßt, der die Freundschaft zwischen beiden Städten mehrfach als „love story" bezeichnete und herzliche Grüße nach Weinheim ausrichtete. Nach einem faszinierenden Tag in der Wüste, am Toten Meer und auf der Felsenfestung Massada verbrachte die Reisegruppe den zweiten Teil ihres Aufenthaltes in Jerusalem, wo unter anderen der Tempelberg, die Grabeskirche, die Klagemauer und verschiedene Basare auf dem Programm standen. Hier wurden allen Teilnehmern die Besonderheiten des engen Zusammenlebens der drei großen monotheistischen Religionen deutlich sowie die komplizierte Lage im Friedensprozess, sichtbar durch die Mauer zum Westjordanland hin. Auch in Jerusalem fand ein Konzert an einer High School statt und hinterließ bei den Zuhörern nachhaltigen Eindruck. Nun dürfen sich die Reiseteilnehmer und alle Weinheimer auf den Gegenbesuch des Mundharmonikaorchesters „Schmuel Gogol" freuen, der voraussichtlich im Rahmen des Weinheimer Kultursommers stattfinden wird. So wird die Partnerschaft mit Ramat Gan aufs Beste gepflegt, und so bewahrheitet sich die alte Weisheit: „Musik überwindet Grenzen und verbindet."