Werner-Heisenberg-Gymnasium: Erweiterungsbau eingeweiht

Baukosten von 1,7 Millionen Euro leicht unterschritten

Das „Schiff“ hat ein „Beiboot“

Weinheimer Nachrichten vom 27.11.2010

Er war unumgänglich, er ist gelungen, hat etwas weniger gekostet als die veranschlagten 1,7 Millionen Euro und schafft Schülern eine angenehme Lernatmosphäre: Der Erweiterungsbau des Werner- Heisenberg-Gymnasiums sorgt zwei Monate nach seinem Bezug durch drei 9. Klassen überall für gute Laune. Das war auch gestern Abend bei der offiziellen Einweihung so.
Was an der Bismarckstraße entstand, ist bereits der vierte Erweiterungsbau in der 110-jährigen Schulgeschichte, die am 16. Juli 1900 mit ihrem ersten Spatenstich begann. In Anlehnung an die frühere Bezeichnung des Weinheimer Gymnasiums sprach Oberbürgermeister Heiner Bernhard davon, dass das „Schiff' jetzt ein „Beiboot" erhalten hat. 27 Firmen arbeiteten auf der „Werft", 16 von ihnen sind aus Weinheim. In die Maßnahme sind Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II geflossen, das im vergangenen und diesen Jahr an allen Weinheimer Schulen über 20 Maßnahmen mit einem Volumen von 3,4 Millionen Euro ermöglichte.
In das Heisenberg-Gymnasium waren zwischen 2005 und 2009 bereits 800 000 Euro in den Ausbau des Dachgeschosses, für einen Turnhallenboden und einen Fachraum investiert worden.

Die Idee, den Erweiterungsbau an die Bismarckstraße auf Teile des ehemaligen Sportfeldes zu bauen, hatte Oberbürgermeister Heiner Bernhard, wie Schulleiter Gerald Kiefer rückblickend erwähnte. Der Neubau ist Teil des neuen Gesichts des Heisenberg-Gymnasiums, und er verstellt optisch nicht die Sicht auf das historisch gewachsene der Schule, wie Architekt Martin Weber erläuterte, als er die verschiedenen Planungsvarianten noch einmal Revue passieren ließ. Dass er für die Einweihung einen großen und einen kleinen Schlüssel backen ließ, hatte seinen Grund: „Der kleine ist ein appetitanregender Schlüssel für die Mensa", sagte Weber; mehr als ein verschlüsselter Hinweis darauf, dass ab 2013 die fehlende Mensa im Erdgeschoss entstehen soll.
Die Schüler sind glücklich über die neuen Räume, sagte Personalratsvorsitzende Nina Mayer-Kotlenga. Sogar mit Radiergummis würden sie derzeit Schmutz von den Wänden beseitigen.
Den musikalischen Part der Einweihung übernahm das Saxophon- Quartett der Schule mit Carlotta Kohl, Susanne Hofmann, Lukas Botz und Hannah Düser. Außerdem spielten Uli Kammerer (Saxophon) und Wolfgang Schröter (Keyboard) ein Taize-Lied. dra